Verwaltung · Digitalisierung · Verantwortung

Klarheit schaffen.
Gemeinsam gestalten.

Zwischen Verwaltung,
IT und Politik.

Ich bin in Aachen und Eupen aufgewachsen. Als Diplom-Verwaltungswirt habe ich Verwaltung von innen kennengelernt – bei der Stadt Aachen und später in leitenden Funktionen bei der regio iT. Dort habe ich Kundenmanagement aufgebaut, digitale Verwaltungsangebote entwickelt und komplexe IT-Transformationen verantwortet.

Seit 2015 bin ich Bürgermeister der Gemeinde Roetgen. Diese Stationen prägen meine Perspektive, definieren sie aber nicht allein: Im Mittelpunkt stehen für mich gute Lösungen und die Menschen, für die sie gedacht sind.

Jorma Klauss vor dunklem Hintergrund
Jorma KlaussVerwaltung · Digitalisierung · Verantwortung
01

Verwaltung

Strukturen verstehen, Entscheidungen nachvollziehbar machen und Lösungen umsetzbar halten.

02

Digitalisierung

Technologie dort einsetzen, wo sie Menschen und Organisationen konkret weiterbringt.

03

Verantwortung

Orientierung geben, Menschen zusammenbringen und tragfähige Lösungen auch unter schwierigen Bedingungen verlässlich umsetzen.

Organisationen entwickeln heißt Strukturen schaffen.

regio iT · Einstieg 10/2001 · Aufbauarbeit

Kundenmanagement von Grund auf.

Geschäftsbereichsleiter
Kundenmanagement

Mit der Ausgründung der regio iT als GmbH aus der Stadt Aachen mussten zentrale Strukturen für Markt, Kunden und Zusammenarbeit neu entwickelt werden. In dieser Phase war ich zunächst als Kundenberater für den Key Account Stadt Aachen verantwortlich und übernahm ab 10/2004 die Verantwortung für den Geschäftsbereich Kundenmanagement.

Verantwortete Center

  • Marketing & Vertrieb
  • Kunden-Service-Center
  • Akademie & Ausbildung

Inhaltliche Schwerpunkte

Vertriebsprozesse entwickeln

Kundenservice-Prozesse aufbauen

Vertragsgestaltung etablieren

So entstanden wesentliche organisatorische Grundlagen für einen markt- und kundenorientierten kommunalen IT-Dienstleister.

regio iT · eGovernment · ab 03/2008

Digitale Verwaltung und komplexe Migrationen.

Centerleiter eGovernment

Ab 03/2008 übernahm ich die Leitung des Centers eGovernment. Neben dem Portfolio kommunaler Fachanwendungen lagen Bürgerportal, Open Data und strategische Sonderprojekte in meinem Verantwortungsbereich.

Fachliche Verantwortung

  • Kommunale Fachanwendungen
  • Bürgerportal
  • Open Data
  • Sonderprojekte

Produktentwicklung Bürgerportal

Vom digitalen Zugang zur führenden Portallösung.

Unter meiner Verantwortung entwickelte die regio iT das Bürgerportal als eigenes Produkt. Es eröffnet den digitalen Zugang zur Verwaltung und macht kommunale Dienstleistungen unabhängig von Ort und Öffnungszeiten erreichbar.

Über diese Zugangsfunktion hinaus ermöglicht seine Architektur die Abbildung und Einbindung von OZG-Leistungen. Zugleich bildet das Bürgerportal den technologischen Rahmen für das Prozessmanagement der Verwaltung: Leistungen, digitale Anträge, Fachverfahren und interne Bearbeitungsprozesse können durchgängig miteinander verbunden werden.

200+produktive kommunale Portale heute in NRW und darüber hinaus

Die daraus hervorgegangene Portalwelt wird heute von der nextgov iT weiterentwickelt.Zur heutigen Portallösung ↗

Open Data

Verwaltungsdaten öffnen und nutzbar machen.

Open Data war ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt des Centers eGovernment. Im Mittelpunkt standen die Grundlagen kommunaler Open-Data-Angebote, die Wiederverwendung öffentlicher Daten und der Wissenstransfer zwischen Verwaltungen.

Die damalige Öffnung, Standardisierung und Vernetzung kommunaler Daten bildet eine wichtige Grundlage für heutige urbane Datenplattformen und Data Driven Government.

Gemeinsam mit VITAKO und der Open Knowledge Foundation habe ich in diesem Kontext zudem OParl mitinitiiert – einen offenen Schnittstellenstandard, über den Daten aus Ratsinformationssystemen maschinenlesbar und nachnutzbar werden.

Ausgewählte Transformationsprojekte

01

Fusion regio iT und Infokom Gütersloh

Zusammenführung der eigenen Organisationseinheit in Aachen mit dem entsprechenden Bereich aus Gütersloh.

02

Gründung der Städteregion Aachen

Projektleitung für die IT-technischen Migrationen und Unterstützung von Stadt Aachen und Kreis Aachen.

03

Migration von Kreis und Stadt Düren

Projektleitung für den vollständigen Wechsel des IT-Dienstleisters: Migration der gesamten IT von Kreis und Stadt Düren von der kdvz Rhein-Erft-Rur zur regio iT.

Die Aufgabe verband Produktverantwortung mit Organisationsentwicklung und der Steuerung weitreichender kommunaler IT-Veränderungen.

Persönliche Auswahl · Stand Juli 2026

Roetgen gestalten.
Erreichtes sichern.
Neues voranbringen.

Seit 2015 trage ich als Bürgermeister Verantwortung für Verwaltung, Rat und die Entwicklung unserer Gemeinde. Die folgenden Schwerpunkte stehen für gemeinsame Arbeit mit Rat, Verwaltung, Bürgerschaft und vielen engagierten Partnern.

2015, 2020 und 2025 zum Bürgermeister gewählt.

Weitere Funktionen

Roetgen in Zahlen

Amtliche Werte und eigene Rangberechnungen

Einwohner-, Jugend- und Flächenwerte: IT.NRW, Stand 2024. Auspendlerquote: Anteil der Auspendelnden an allen Berufspendelnden am Wohnort, Pendlerrechnung 2024. Grundsteuer B: eigene Berechnung aus Messbetragsvolumen, Hebesatz und Einwohnerzahl; Stand 2024. Der Planstellenvergleich basiert auf den Stellenplänen 2026; die kommunalen Aufgabenzuschnitte unterscheiden sich.

Umgesetzt

Erreichte Meilensteine

01

Haushaltssicherung erfolgreich beendet

Als ich 2015 Bürgermeister wurde, befand sich Roetgen bereits im Haushaltssicherungskonzept. Unter meiner Verantwortung wurde es erfolgreich zum Abschluss geführt und am Ende wurden Überschüsse erwirtschaftet. Auf die für 2021 und 2022 noch vorgesehenen Erhöhungen von Grund- und Gewerbesteuer konnte verzichtet werden.

02

Glasfaser früh vorangebracht

Der Ausbau bis in die Gebäude begann 2018; seit 2019 wurden große Teile des Gemeindegebiets eigenwirtschaftlich erschlossen. Heute liegt die Glasfaserversorgung bei 97,6 Prozent – Spitzenplatz unter den Kommunen der StädteRegion Aachen.

03

Gewerbegebiet erweitert

Mit der Erweiterung „Am Vennstein“ wurden rund 4,3 Hektar zusätzliche Flächen erschlossen. Einige Grundstücke sind aufgrund der schwachen Wirtschaftslage noch verfügbar – und bieten Roetgen bei einem hoffentlich bald einsetzenden Aufschwung unmittelbar Raum für Ansiedlungen, Entwicklung und neue Arbeitsplätze.

04

ÖPNV spürbar verbessert

Schnellere Verbindungen nach Aachen und in die Eifel, der NetLiner als flexibles Angebot für Roetgen, Rott und Mulartshütte sowie Nachtbusverbindungen haben die Mobilität ohne eigenes Auto verbessert.

05

Jugendpartizipation verankert

Jugendbeirat und Jugendforen geben jungen Menschen eine eigenständige politische Stimme. Informations-, Rede- und Antragsrechte binden ihre Perspektiven unmittelbar in Rat und Ausschüsse ein.

06

Krisen gemeinsam bewältigt

Nach dem Tornado 2019 und beim Hochwasser 2021 haben Feuerwehr, Verwaltung, Bauhof, Hilfsorganisationen und viele Freiwillige eng zusammengearbeitet. Beim Hochwasser wurden allein 427 Einsätze im Gemeindegebiet koordiniert.

07

Kulturangebot gemeinsam erweitert

Roetgen verfügte bereits über ein hervorragendes Kultur-, Vereins- und Veranstaltungsangebot. In enger Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamt konnte es mit Unterstützung der Gemeinde zusätzlich erweitert werden – durch Kulturkreis-Events im Bürgersaal, Wein- und Street-Food-Feste sowie Musikfestivals in Mulartshütte, Rott und Roetgen.

08

Digitale Verwaltung ausgebaut

Bürgerportal, Online-Terminvergabe und digitale Dienstleistungen machen die Verwaltung leichter erreichbar und ermöglichen immer mehr Anliegen unabhängig von Öffnungszeiten.

09

Wohnraum für Integration geschaffen

Das aus bürgerschaftlichem Engagement entstandene Haus für Flüchtlinge in der Pilgerbornstraße und die kommunalen Modulhäuser am Wiedevenn stehen für pragmatische Integration: nachhaltig nutzbarer Wohnraum statt provisorischer Blechcontainer. Gerade die schwierige Umsetzung der Modulhäuser zeigt, dass es sich lohnt, Projekte mit langem Atem konsequent zu Ende zu führen.

10

Tourismus neu aufgestellt

2019 übernahm ich den Vorsitz des Roetgen-Touristik e.V. In den folgenden Jahren wurde die touristische Zusammenarbeit regional neu geordnet. Mit der Gründung der Rureifel Tourismus GmbH am 10. Dezember 2024 gingen die Aufgaben des Vereins in eine gemeinsame, professionelle Struktur für die gesamte Rureifel über.

In Arbeit

Aktuelle Projekte & Themen

01

GGS Roetgen bedarfsgerecht erweitern

Die geplante bauliche Erweiterung der Gemeinschaftsgrundschule soll ausreichend Raum für Unterricht und Betreuung schaffen und die Schule langfristig bedarfsgerecht aufstellen.

02

Grepp II als Wohnquartier entwickeln

Zwischen Greppstraße und Faulenbruchstraße soll ein neues Wohnquartier entstehen. Auf Grundlage des städtebaulichen Wettbewerbs folgt nun ein umfangreiches Planverfahren. Die Erschließung soll über die Roetgener Bauland GmbH erfolgen; ein Termin für die Vermarktung baureifer Grundstücke steht noch nicht fest.

03

Windenergie im Roetgener Wald

Der Bürgerentscheid 2022 gab den weiteren Planungen klare Rückendeckung: 69,4 Prozent stimmten gegen die Aufhebung der Planungsbeschlüsse und damit für den Ausbau der Windenergie. Mit der STAWAG Energie ist seit Oktober 2024 ein erfahrener Entwicklungspartner vertraglich gebunden. Derzeit befinden sich fünf Anlagen – zwei im Münsterwald und drei am Birkhahnskopf – in der Planungs- und Genehmigungsphase.

04

Digitale Verwaltung weiterentwickeln

2026 führt die Gemeinde mit davinKI die KI-Plattform der regio iT ein. Parallel werden ein verwaltungsweites Dokumentenmanagementsystem und ein neues Auftragsmanagementsystem für den Bauhof umgesetzt.

05

Knotenpunkt B 258 neu ordnen

Der Umbau soll Verkehrsfluss und Sicherheit verbessern, Fuß- und Radverkehr stärken, den Busumstieg erleichtern und die Fahrbahn erneuern.

06

Entwässerung und Hochwasserschutz

Die Umstellung vom Misch- auf das Trennsystem und weitere Schutzmaßnahmen sollen Gewässer entlasten, Infrastruktur widerstandsfähiger machen und Risiken bei Starkregen mindern.

07

Gemeindewald klimaresilient umbauen

Der Gemeindewald soll sich vom anfälligen Fichtenbestand zu einem widerstandsfähigen Mischwald entwickeln. Dazu gehört auch, Wasser stärker im Wald zurückzuhalten, statt es schnell abzuführen – als Antwort auf Trockenheit, Starkregen und die Folgen des Klimawandels.

08

Zeitgemäßer Brandschutz

Der Ersatzneubau des Feuerwehrgerätehauses am bestehenden Standort wird vorbereitet, damit die Feuerwehr dauerhaft unter zeitgemäßen Bedingungen arbeiten kann.

09

Ehrenamt verlässlich stärken

Ich setze mich für eine handlungsfähige und fair finanzierte Gemeinde ein, die Vereine, Feuerwehr und Initiativen als starke Partner behandelt und ehrenamtliches Engagement dauerhaft unterstützen kann.

10

Eine neue Mitte für Roetgen

Die neue Mitte ist wichtig für die Lebensqualität in Roetgen. Klar muss aber auch sein: Sie setzt voraus, dass die Gemeinde über genügend finanzielle Mittel verfügt. Deshalb bleibt das Projekt trotz vorliegender Förderzusage zurückgestellt, bis Roetgen wieder in finanziell sicherem Fahrwasser ist.

Finanzen · Organisation · Zusammenarbeit

Handlungsfähig
bleiben.

Die schwache Wirtschaftslage trifft auch Roetgen. Nach mehreren Jahren mit Überschüssen führen deutlich sinkende Gewerbesteuereinnahmen nun wieder zu einem Defizit im Haushaltsplan.

01

Eine besondere Ausgangslage

Roetgen gilt aufgrund seiner Steuerkraft als abundant und erhält deshalb keine Schlüsselzuweisungen. Der Einbruch der Gewerbesteuer wird somit – anders als bei den meisten Kommunen – nicht über den kommunalen Finanzausgleich aufgefangen. Gleichzeitig belasten steigende Sozialausgaben die Gemeinde zusätzlich über die Städteregionsumlage.

02

Wachstum wieder ermöglichen

Deutschland braucht verlässliche Rahmenbedingungen für wirtschaftliches Wachstum. Davon profitieren auch die Kommunen – besonders jene, die ihre Aufgaben aufgrund ihrer Steuerkraft weitgehend aus eigenen Einnahmen finanzieren müssen.

03

Die eigenen Möglichkeiten nutzen

Wir dürfen jedoch nicht nur auf bessere äußere Bedingungen warten. Deshalb hat die Gemeindeverwaltung ein Haushaltsentwicklungskonzept erarbeitet. Es beschreibt, welche Handlungsmöglichkeiten Roetgen in den kommenden Jahren hat und wie die Gemeinde dauerhaft leistungsfähig bleiben kann.

Mein Vorschlag

Zusammenarbeit größer denken, um Verwaltung leistungsfähig und bezahlbar zu halten.

Digitalisierung und Prozessoptimierung entfalten ihr Potenzial besser, wenn Verwaltungsorganisation größer gedacht wird. Deshalb schlage ich vor, die interkommunale Zusammenarbeit konsequent auszubauen – von gemeinsamen Diensten bis hin zur vollständigen Zusammenführung der Gemeindeverwaltung mit den Verwaltungen geeigneter Nachbarkommunen. Die politische Selbstständigkeit der Gemeinden bleibt davon unberührt.

Konsolidierung · Spezialisierung · Resilienz

IT neu ordnen.
Bestehendes stärken.

Der Städte- und Gemeindebund NRW hat mich in die politische Steuerungsgruppe zur Neuordnung der kommunalen IT-Landschaft entsandt. Dort verbinde ich zwei Perspektiven: die praktische Erfahrung aus zwei aktiv mitgestalteten Fusionen kommunaler IT-Dienstleister und die konkreten Interessen einer kleinen Kommune.

01

Weniger Parallelstrukturen

Die heute stark fragmentierte IT-Landschaft soll schrittweise von rund 30 auf weniger als fünf leistungsfähige Anbieter konzentriert werden. Spezialisierung, gemeinsame Standards und klare Zuständigkeiten schaffen die Grundlage für bessere digitale Leistungen.

02

d-NRW als möglicher Dreh- und Angelpunkt

Die d-NRW AöR wird bereits gemeinsam von Land und Kommunen getragen; 95 Prozent der Kommunen in NRW gehören ihr an. Wenn Organisation und Auftrag konsequent weiterentwickelt werden, kann sie zum zentralen Knotenpunkt der kommunalen IT in NRW werden.

03

Ein neues Geschäftskonzept

Entscheidend ist ein tragfähiges Geschäftskonzept mit klaren Schwerpunkten: Künstliche Intelligenz, Datensouveränität, IT-Resilienz und sichere Netze. Gerade kleinere Kommunen brauchen dafür verlässliche, gemeinsam getragene Strukturen.

Meine Position

Vorhandene Strukturen weiterentwickeln, statt neue Konkurrenz aufzubauen.

Die entsprechende Intervention von Ministerin Ina Scharrenbach befürworte ich. Sie folgt einer Überzeugung, die ich seit Langem vertrete: Warum eine neue Organisation in Konkurrenz zu einer bestehenden schaffen, wenn die vorhandene Organisation genutzt, verändert und für die neue Aufgabe fit gemacht werden kann? Dabei geht es um mehr als Strukturen: Nordrhein-Westfalen darf beim eGovernment im Ländervergleich nicht den Anschluss verlieren. Das Land sollte vielmehr seine besondere Stärke – leistungsfähige, selbstbewusste Kommunen – nutzen, um die digitale Verwaltung gemeinsam schneller, sicherer und wirksamer voranzubringen.

Im Gespräch bleiben

Eine gute Idee
beginnt mit Hallo.

Ich freue mich auf den Austausch über kommunale Transformation, digitale Verwaltung, Organisationsentwicklung und gute Zusammenarbeit zwischen Politik, Verwaltung und Gesellschaft.